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Entwicklungszusammenarbeit

Fidschi muss Dörfer ins Landesinnere verlegen

Fidschi muss Dörfer ins Landesinnere verlegen, © dpa

01.12.2017 - Artikel

Entwicklungspolitik und -zusammenarbeit

Zuständig: Thomas Piesch, Tel. + 33 (0)1 55 74 57 09, Kontaktformular

In Artikel 1 und 2 des Übereinkommens zur Gründung der OECD bekennen sich die Mitgliedstaaten (MS) dazu, wirtschaftliche Entwicklung auch in Nicht-Mitgliedsländern durch geeignete Maßnahmen zu fördern. Damit sind Entwicklungspolitik und -zusammenarbeit (EZ) Gründungsziele der OECD.

Das Entwicklungs-Cluster innerhalb der OECD besteht aus dem Ausschuss für Entwicklungszusammenarbeit (DAC), dem Entwicklungszentrum (DEV) und dem Sahel-Club.

1. Der Ausschuss für Entwicklungszusammenarbeit (DAC)

Er bietet OECD-MS, Europäische Union (EU) und entwicklungsrelevanten multilateralen Organisationen eine wichtige Dialog-Plattform zur Entwicklungspolitik. Dem DAC gehören neben der EU jene OECD-Mitgliedsstaaten an, die in nennenswertem Umfang EZ leisten. Der Ausschuss hat 30 Mitglieder. Als „Participants“ nehmen 7 weitere OECD-MS und - als Beobachter - mehrere multilaterale Organisationen sowie einige Nicht-OECD-Staaten an DAC-Sitzungen regelmäßig teil.

Der Ausschuss tagt alle zwei Jahre auf Ministerebene (mitunter vertreten durch Staatssekretäre), jährlich auf Ebene der Generaldirektoren/Direktoren sowie 8-9 Mal auf Ebene der ständigen Delegierten. Zum DAC gehören 6 thematische Unter-Ausschüsse (Umwelt, Gender, Governance, Konflikt und Fragilität, Evaluierung, Statistik).

Schwerpunkte der Arbeit des DAC sind die Festlegung von Qualitätsstandards für EZ,  die einheitliche Erfassung der EZ-Leistungen der DAC-Mitglieder auf der Grundlage gemeinsamer statistischer Melderichtlinien (ODA) und die regelmäßige Überprüfung der EZ der DAC-Mitglieder (jährlich 6 Peer Reviews auf Ebene der DAC-Delegierten sowie Hauptstadt-Vertretern).

Wichtige Arbeitsbereiche sind derzeit

- Reform der Statistik der entwicklungspolitischen Leistungen der MS (ODA);

- Reform des DAC im Lichte der 2030-Agenda

- Stärkung der Entwicklungsfinanzierung durch Mobilisierung von privaten Finanzmitteln

2. Das Entwicklungszentrum der OECD (Development-Centre/DEV)

Das Development-Centre/DEV ist der entwicklungspolitische Think Tank der OECD.  Das DEV wird oft als „Brückenbauer“ zwischen Entwicklungsländern und Industriestaaten bezeichnet. 52 Länder sind Mitglied im DEV. Davon sind 27 OECD-Mitgliedstaaten und 25 Staaten mit unterschiedlichen Entwicklungsniveaus aus Afrika, Asien und Lateinamerika.

Das Zentrum bietet aufgrund seiner breiten Mitgliedschaft ein inklusives Forum für den Politikdialog zwischen OECD und Entwicklungsländern „auf Augenhöhe“. Zu den Publikationen zählen: „Latin American Economic Outlook“, „African Economic Outlook“, „South East Asian Economic Outlook“ sowie „Perspectives on Global Development“, ebenso wie Multidimensionale Länderübersichten (Myanmar, Uruguay, Peru, Cote d’Ivoire).

3. Sahel- und Westafrika Club/SWAC

Der Sahel- und Westafrika Club wurde 1976 gegründet. Er soll zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für eine eigenverantwortliche und nachhaltige Entwicklung Westafrikas und der Sahel-Länder beitragen. Der Club ist im Wesentlichen ein Forum für Informations- und Meinungsaustausch, das andere OECD-Einheiten wegen ihrer fehlenden Einbindung afrikanischer Partner in diesem Umfang nicht bieten können. Deutschland ist nicht Mitglied.

Weitere Informationen

    OECD-Portal Entwicklungszusammenarbeit (engl.)
    Development Centre (engl.)
    DAC - Entwicklungsausschuss (engl.)
    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung


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