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Grundsatzfragen der OECD

OECD Haupteingang

OECD Haupteingang, © OECD/Michael Dean

12.02.2019 - Artikel

Die OECD

Die Organisation for Economic Co-operation and Development ist eine 1960 gegründete internationale Organisation. Sie ist aus der Organisation for European Economic Co-operation (OEEC) hervorgegangen, die nach dem 2. Weltkrieg die Hilfen aus dem Marshallplan zum Wiederaufbau Europas koordiniert hat.

Die OECD besteht derzeit aus 36 Mitgliedstaaten. Die 20 Gründungsstaaten, darunter Deutschland, unterzeichneten die Konvention zur Gründung der Organisation in Paris am 14. Dezember 1960 in einer feierlichen Zeremonie im Uhrensaal des französischen Außenministeriums. Die EU-Kommission nimmt laut der Konvention von 1960 an der Arbeit der OECD teil.

Derzeit befinden sich Kolumbien und Costa Rica im Beitrittsverfahren. Darüber hinaus wird mit Brasilien, China, Indien, Indonesien und Südafrika als Schlüsselpartner-Ländern der OECD eine verstärkte Zusammenarbeit praktiziert. Durch die Ausdehnung der Zusammenarbeit auf Entwicklungs- und Schwellenländer wird ein zusätzlicher Beitrag zur Entwicklung der Weltwirtschaft geleistet.

Ziel der OECD ist es, eine Politik zu fördern, die darauf gerichtet ist,

(a) in den Mitgliedstaaten unter Wahrung der finanziellen Stabilität eine optimale Wirtschaftsentwicklung und Beschäftigung sowie einen steigenden Lebensstandard  zu erreichen und dadurch zur Entwicklung der Weltwirtschaft beizutragen,

(b) in den Mitglied- und Nichtmitgliedstaaten, die in wirtschaftlicher Entwicklung begriffen sind, zu einem gesunden wirtschaftlichen Wachstum beizutragen, und

(c) im Einklang mit internationalen Verpflichtungen auf multilateraler und nichtdiskriminierender Grundlage zur Ausweitung des Welthandels beizutragen.

Die OECD befasst sich zusätzlich mit einer Reihe von Themen, die über gesamtwirtschaftliche Fragen im engeren Sinne hinausgehen, wie z.B. Bildung, Umwelt, gute Unternehmensführung oder faire internationale Unternehmensbesteuerung.

Die Bundesregierung misst der Arbeit der OECD hohe Bedeutung bei. Die vom OECD-Sekretariat erstellten Statistiken, Analysen und Prognosen stellen für sie wichtige politische Entscheidungshilfen dar. Darüber hinaus bietet die OECD ein einmaliges Forum für Erfahrungsaustausch  demokratischer Staaten mit freien Marktwirtschaften. Wichtig ist für Deutschland auch der innerhalb der OECD institutionalisierte Dialog mit den Gewerkschaften (TUAC) und Arbeitgeberverbänden (BIAC) der Mitgliedstaaten sowie mit relevanten Nichtregierungsorganisationen.

Die OECD erstellt nicht nur Analysen und Statistiken, sondern erarbeitet auch Standards für fast alle Politikbereiche. Diesen Standards können sich außer den Mitgliedstaaten auch weitere Staaten anschließen. Auf diese Weise erreichen OECD-Standards Geltung weit über die Mitgliedstaaten hinaus.

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