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Handel

Ein Frachtschiff (Containerschiff) faehrt auf auf der Nordsee Richtung Nord-Ostsee-Kanal

Ein Frachtschiff (Containerschiff) faehrt auf auf der Nordsee Richtung Nord-Ostsee-Kanal, © picture alliance

01.12.2017 - Artikel

Handel

Zuständig: Dr. Sven Reutzel, Tel. + 33 (0)1 55 74 57 08, Kontaktformular

Der OECD-Handelsausschuss wirbt für ein starkes, offenes und auf Regeln basierendes multilaterales Handelssystem. Dabei versucht er, gestützt auf Datensammlungen und Analysen des Sekretariats, die internationale Tagesordnung voranzubringen und den Boden für künftige WTO-Vereinbarungen zu bereiten. Handelsausschuss und OECD-Sekretariat bemühen sich darüber hinaus verstärkt, die Öffentlichkeit von den Vorteilen offener Märkte zu überzeugen und protektionistischen Tendenzen entgegenzuwirken. Wegen der Nachwirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise kommt diesem Thema aktuell besondere Bedeutung zu. Die Analyse der Auswirkungen der Krise auf den internationalen Handel spielt eine wichtige Rolle, um daraus Lehren für die Zukunft ziehen zu können.

In der Arbeit des Ausschusses reflektiert sich die durch den Globalisierungsprozess ausgelöste starke Vermischung von Handels- und Industriefragen sowie damit verbundenen Politikbereichen. Dies hat einen Wechsel von stark auf Güterhandel fokussierten Themen hin zu Dienstleistungsaspekten und interdisziplinären Ansätzen zur Folge. Der Aufbau des „Index über Dienstleistungsbeschränkungen“ (STRI) oder die Analyse globaler Wertschöpfungsketten (GVC) spiegeln diese Tendenz wieder. Auch wird nicht-tarifären Handelshemmnissen große Aufmerksamkeit gewidmet. Die OECD-Projekte werden breit angelegt, um allen Facetten der Handelspolitik gerecht zu werden.

Der Handelsausschuss setzt angesichts der sich wandelnden globalen Kräfteverhältnisse auf regen Informationsaustausch mit Nichtmitgliedsländern, vor allem Brasilien, China, Indien, Indonesien und Südafrika sowie weiteren Ländern aus dem Kreis der G20. Darüber hinaus sucht er den Dialog mit der Zivilgesellschaft, um so ein besseres Verständnis für Herausforderungen, Nutzen und vermeidbare Risiken weiterer Handelsliberalisierung zu erreichen. Diese Gesprächspartner sind eingeladen, am Meinungsbildungsprozess der OECD teilzunehmen und diesen mitzugestalten. Die Arbeit kann als eine Art Frühwarnsystem bezeichnet werden, durch das aufkommende Konflikte in einer von Konkurrenz geprägten Handelswelt rechtzeitig entschärft werden können.

Die Arbeit im Handelsbereich umfasst auch das Thema Exportkredite. Hier geht es insbesondere um Rahmenbedingungen, die einen Subventionswettlauf durch Exportkredite verhindern.

Für die Bundesregierung ist die Arbeit im Bereich Handel unter folgenden Aspekten besonders wichtig:

    * Analysen, Vorhersagen und deren Veröffentlichung mit international vergleichbaren Daten.

    * Entwicklung von wirtschaftspolitischen Strategien zur Sicherung von Wachstum und Stabilität.

    * Unterstützung der Regierung bei der Zusammenarbeit zur Stärkung des multilateralen Handelssystems.

    * Ermutigung zum weiteren Ausbau von grenzüberschreitenden Investitionen und Finanzdienstleistungen.

    * Förderung von 'best practices' auf internationaler Ebene.

Weitere Informationen

OECD-Handels-Portal (engl)

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