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Handel

Ein Frachtschiff (Containerschiff) faehrt auf auf der Nordsee Richtung Nord-Ostsee-Kanal

Ein Frachtschiff (Containerschiff) faehrt auf auf der Nordsee Richtung Nord-Ostsee-Kanal, © picture alliance

18.02.2019 - Artikel

Handel

Zuständig: Sven Reutzel, Tel. + 33 (0)1 55 74 57 08, Kontaktformular

Der OECD-Handelsausschuss wirbt für ein starkes, offenes und auf Regeln basierendes multilaterales Handelssystem. Dabei soll, gestützt auf Datensammlung und empirischer Analyse des OECD-Sekretariats, die internationale Tagesordnung vorangebracht und die Grundlagen für künftige WTO-Vereinbarungen erarbeitet werden. Handelsausschuss und Sekretariat bemühen sich darüber hinaus verstärkt, die Vorzüge offener Märkte darzustellen und protektionistischen Tendenzen entgegenzuwirken. Wegen der langen Nachwirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise kommt diesem Thema noch immer besondere Bedeutung zu: Analysen zu Auswirkungen der Krise auf den internationalen Handel spielen eine wichtige Rolle, um daraus zukünftige Lehren ziehen zu können.

In der Arbeit des Ausschusses reflektiert sich die durch den Globalisierungsprozess ausgelöste starke Vermischung von Handels- und Industriefragen sowie verbundener Politikbereiche. Dies hat einen Wechsel von stark auf Güterhandel fokussierten Themen hin zu Dienstleistungsaspekten und interdisziplinären Ansätzen zur Folge. Der Aufbau des „Index über Dienstleistungsbeschränkungen“ (STRI) oder die Analyse globaler Wertschöpfungsketten (GVC) spiegeln diese Tendenz wieder; auch nicht-tarifären Handelshemmnissen wird große Aufmerksamkeit gewidmet.

Der Handelsausschuss setzt angesichts der sich wandelnden globalen Kräfteverhältnisse auf regen Informationsaustausch mit Nichtmitgliedsländern, vor allem Brasilien, China, Indien, Indonesien und Südafrika sowie weiteren Ländern aus dem Kreis der G20. Darüber hinaus sucht er den Dialog mit der Zivilgesellschaft, um so ein besseres Verständnis für Herausforderungen, Nutzen und (vermeidbare) Risiken weiterer Handelsliberalisierung zu erreichen. Diese Gesprächspartner sind eingeladen, am Meinungsbildungsprozess der OECD teilzunehmen und diesen mitzugestalten. Die Arbeit kann als eine Art „Frühwarnsystem“ bezeichnet werden, durch das aufkommende Konflikte in einer von Konkurrenz geprägten Handelswelt rechtzeitig entschärft werden können. Die Arbeit im Handelsbereich umfasst auch das Thema Exportkredite. Hier geht es insbesondere um Rahmenbedingungen, die einen Subventionswettlauf durch Exportkredite verhindern.

Für die Bundesregierung ist die Arbeit der OECD im Bereich Handel unter folgenden Aspekten besonders wichtig:

  • Analysen, Vorhersagen und deren Veröffentlichung mit international vergleichbaren Daten.
  • Entwicklung von wirtschaftspolitischen Strategien zur Sicherung von Wachstum und Stabilität.
  • Unterstützung der Regierung bei der Zusammenarbeit zur Stärkung des multilateralen Handelssystems.
  • Ermutigung zum weiteren Ausbau von grenzüberschreitenden Investitionen und Finanzdienstleistungen.
  • Förderung von „best practices“ auf internationaler Ebene.

Weitere Informationen

OECD-Handels-Portal (engl)

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