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Außenbeziehungen

Fahnen

Fahnen, © picture alliance / dpa

01.12.2017 - Artikel

Zuständig: Dr. Kathrin Greve, Tel. +33 (0)1 55 74 57 05, Kontaktformular

Außenbeziehungen

In einer immer stärker integrierten Weltwirtschaft hängt der Wohlstand der OECD-Mitglieder zunehmend nicht nur von der Entwicklung ihrer eigenen Wirtschaftskraft, sondern auch von der Entwicklung der Weltwirtschaft ab. Um ihr Mandat einer Stärkung der wirtschaftlichen Entwicklung weltweit besser und wirksamer erfüllen zu können, strebt die OECD seit Ende des Kalten Krieges die Aufnahme neuer Mitglieder bzw. die vertiefte Zusammenarbeit mit einstweilen nicht beitrittswilligen Schwellenländern an. Nur so kann der weltweite Einfluss der OECD als Forum, in dem Standards wirtschaftlicher Zusammenarbeit gesetzt werden, erhalten bzw. ausgedehnt werden.

Erweiterung der OECD

Die OECD hat derzeit 35 Mitglieder. Mit dem wirtschaftlichen Erstarken von Schwellenländern hat die Frage einer intensiveren Zusammenarbeit der OECD mit diesen Volkswirtschaften in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen. Nur durch die Einbeziehung auch dieser Staaten kann die weltweite Bedeutung der durch die OECD entwickelten Standards und Empfehlungen sichergestellt werden. Derzeit gibt es Beitrittsverhandlungen mit drei Staaten (Costa Rica, Kolumbien und Litauen). Die im Mai 2007 aufgenommenen Beitrittsverhandlungen mit Russland sind aufgrund der Annektion der Krim seit März 2014 bis auf weiteres ausgesetzt.

Im Rahmen der Beitrittsverhandlungen müssen potentielle Mitglieder rund 160 Instrumente und Standards übernehmen, die von der OECD im Laufe der Jahre zu den unterschiedlichsten Wirtschafts- und Politikbereichen entwickelt worden sind. Eine Garantie oder einen Automatismus für einen Beitritt gibt es nicht. Die endgültige Entscheidung über Beitritte liegt beim OECD-Rat.

Vertiefte Zusammenarbeit

Brasilien, China, Indien, Indonesien und Südafrika hat der OECD-Ministerrat im Mai 2007 eine vertiefte Zusammenarbeit ("Enhanced Engagement") mit Beitrittsperspektive angeboten. Die Einbeziehung der Schwellenländer in die Arbeit der OECD ist von besonderer Bedeutung für die Relevanz der OECD und damit für die Erfüllung ihres Mandats, Politikkonvergenz zu stärken und die globale Wirtschaftsentwicklung zu fördern. 

Ein zentrales Element der vertieften Zusammenarbeit ist die Einbeziehung der Partner in die Sacharbeit der Fachausschüsse und Untergremien. Außerdem hat die OECD individuelle Programme aufgelegt, die Wirtschaftsanalysen und sektorspezifische Untersuchungen  beinhalten. Hochrangige Besuche der OECD in den Partnerländern und Einladungen zur Teilnahme am jährlichen Ministerrat sollen den Politikdialog weiter stärken.

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